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Firmenkonten Schweizer Banken: Gebühren und Leistungen

Für Firmenkonten zählen Gebühren für Kontoführung und Zahlungen ebenso wie Fremdwährungen und Spezialgeschäfte.

Wettbewerb um Firmenkunden: Neue Akteure nach dem CS‑Aus

Für Firmenkonten zählen Gebühren für Kontoführung und Zahlungen ebenso wie Fremdwährungen und Spezialgeschäfte. Die Anbieter unterscheiden sich bei digitalen Abläufen, regionaler Ausrichtung und Leistungen wie Trade Finance.

Online-Anbieter wie Yapeal, Neon Business und Relio ermöglichen die Eröffnung in wenigen Tagen, oft vollständig digital. Bei Standard-Inlandtransaktionen sind die Gebühren geringer; bei Auslandzahlungen und Spezialthemen wie Akkreditiven oder Devisengeschäften kann das Angebot eingeschränkt sein.

UBS und ZKB bieten Multi-Currency-Konten, Kapitaleinzahlungskonten und Trade Finance. Die formelle Eröffnung dauert je nach Geschäftstyp zwei bis sechs Wochen. Vorteile sind Reputation, Kreditlinien und ein internationales Netz; die Gebühren liegen höher, die Prozesse dauern länger und bei Krypto- oder Cannabisbezug sind die Banken vorsichtig.

Kantonalbanken wie ZKB, BCV, BKB und GKB sind regional verankert, kennen lokale Branchen und wickeln Standardthemen effizient ab. Eine Kontoeröffnung dauert oft ein bis drei Wochen; die Gebühren liegen tendenziell unter jenen von UBS und dem Credit-Suisse-Erbe.

Vorteile und Nachteile von Firmenkonten bei Schweizer Banken

Vorteile: Online-Anbieter
Schnelle digitale Eröffnung, niedrige Gebühren für Inlandtransaktionen
Nachteile: Online-Anbieter
Eingeschränkte Leistungen bei Auslandzahlungen und Spezialgeschäften
Vorteile: Kantonalbanken
Regionale Expertise, effiziente Abwicklung, hohe Stabilität durch Staatsgarantie
Nachteile: Kantonalbanken
Längere Eröffnungszeiten, geringere globale Reichweite
Vorteile: UBS und ZKB
Internationales Netzwerk, Kapitaleinzahlungskonten, Trade Finance
Nachteile: UBS und ZKB
Höhere Gebühren, längere Prozesse, Vorsicht bei Krypto- und Cannabisbezug

Kantonalbanken als verlässliche Partner für KMU

Die 24 Kantonalbanken sind eigenständige Institute und mehrheitlich im Besitz der Kantone. Das Schweizer Bankengesetz verlangt eine kantonalrechtliche Grundlage und eine Beteiligung des Kantons von mindestens einem Drittel an Stimmen und Kapital. KMU sind traditionell ein zentrales Kundensegment; die Banken sichern die geld- und kreditwirtschaftliche Versorgung der lokalen Wirtschaft.

21 der 24 Kantonalbanken verfügen über eine unbeschränkte Staatsgarantie: Im Insolvenzfall haftet der jeweilige Kanton für die Verbindlichkeiten der Bank. 15 Kantonalbanken sind öffentlich-rechtliche Körperschaften, 9 als Aktiengesellschaften organisiert.

Die ABS bietet Unternehmen und selbstständig Erwerbenden ein Kontokorrent als Basiskonto für den geschäftlichen Zahlungsverkehr. Das Sparkonto 31 richtet sich an Unternehmen, Vereine und gemeinnützige Organisationen zur aktiven Liquiditätsbewirtschaftung.

Kantonalbanken in der Schweiz: Struktur und Garantien

  • Anzahl Kantonalbanken24
  • Öffentlich-rechtliche Körperschaften15
  • Aktiengesellschaften9

Ausblick: Was verändert der neue Wettbewerb für Gebühren und Leistungen?

Raiffeisen nennt Preisempfehlungen für Firmen-Auslandzahlungen. Die Kosten hängen von Zahlungsart, Zielland und Währung ab; die lokale Raiffeisenbank kann abweichende Preise festlegen.

SEPA-Zahlungen im SEPA-Raum kosten CHF 0.20 und sind nur für Eurozahlungen möglich. Die Empfängerbank erhält den vollen Auftragsbetrag, kann aber eigene Gebühren für die Gutschrift erheben.

OUR-Spezial in Deutschland, Österreich, Italien und Frankreich kostet CHF 3 für die E-Banking-Zahlung plus CHF 10 Zuschlag. Die Zahlung ist nur in Euro möglich; der Empfänger erhält den vollen Betrag ohne Abzüge durch die Empfängerbank.

SHA kostet weltweit CHF 3 für die E-Banking-Zahlung und gilt für alle Währungen. Sie übernehmen die Gebühren Ihrer Bank; Kosten von Zwischen- oder Empfängerbanken werden vom Überweisungsbetrag abgezogen.

OUR kostet weltweit CHF 3 für die E-Banking-Zahlung plus CHF 20 Zuschlag und gilt für alle Währungen. Die Empfängerbank schreibt den gesamten Betrag gut, kann aber eigene Gebühren für den Zahlungseingang verlangen.

Bei BEN werden sämtliche Gebühren vom Auftragsbetrag abgezogen; der Empfänger trägt sie und erhält nie den vollen Betrag. Diese Variante ist in der Regel die teuerste Form der Auslandzahlung.

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